Wer mal bei 1und1 einen Root Server mietete merkt schnell dass da manche Sachen anders sind als bei anderen Anbietern, zumindest die einhellige Meinung der Experten. Ein besonderes Ärgernis ist immer wieder, das wichtige Partitionen immer wieder sehr klein in der Grundkonfiguration ausgeliefert werden. Die Linux Götter unter uns werden nun den Kopf schütteln und anfangen tolle Dinge von Ruth zu erzählen und wer das nicht kann … bla! Andere Baustelle. Nichts desto Trotz, auch Normal-Mensch möchte seine Partition simpel und einfach mal schnell vergrößern, ohne sich mit dem Ein und Aushängen (Mounten) von Partitionen befassen zu müssen.
Unter CentOS geht dies am schnellsten und einfachsten mit Webmin und dem Modul Logical Volume Management. Damit lässt sich während des laufenden Betriebes die Partitionen vergrößern. Die Ausgangslage sieht dabei so aus, dass die Server mit dem Plesk Panel oder dem Plesk SBP ausgeliefert werden. Da sind solche Dinge wie Vergrößern einer Partition nicht vorgesehen. Daher muss man dann doch einmal Ruth (aka root shell) bemühen und Webmin installieren. Also Putty auf, einloggen und die Zeilen, die man hier kopierte, mit der rechten Maustaste einfügen, noch mal drüber guggen und Enter:
wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin-1.570-1.noarch.rpm
Nun wird das Paket auf den Server geladen. Nach der Download-Bestätigung meldet sich der Prompt wieder und man kann die Installation durchführen:
rpm -U webmin-1.570-1.noarch.rpm
Das dauert so ein zwei Minuten, und dann kommt die Meldung dass Webmin installiert ist und man sich mit Nutzername “root” und dem Serverpasswort (Bei 1und1 Initialpasswort, das man im 1und1 Controll Center vergeben hat) über die IP und Port 10000 anmelden kann . Mit ‘Exit’ wird Putty geschlossen. Dann noch die IP XX.XXX.XX.XX:10000 in den Browser und Anmelden. Nun müsst ihr nun wie in den Pics gezeigt LVM aufrufen und die Größe der Partitionen euren Wünschen nach anpassen.
Wichtig: Nur vergrößern! Ob sich auch verkleinern lässt hab ich nicht getetstet und es wurde von kompetenter Stelle eher verneint. Es kann unter Umständen zu einer Fehlermeldung bezüglich des Readahead Sectors kommen, die wohl ignoriert werden kann, zumindest hatte dies keine Auswirkung bei mir.
Wenn Bild 8 in etwa mit dem übereinstimmt, was ihr in nun eurem Plesk seht, dann sollte alles gut sein. Nichts desto Trotz hier mal der Hinweis: Ich supporte das nicht, ich hab selbst zu wenig Ahnung, geschweige denn Zeit und Lust und kämpf mich durch Dinge die ich nie wissen wollte. Die Anleitung ist von einem Stümper für Anfänger und Mitstümper, die nicht mit Ruth verheiratet sind. Und wenn was in die Hose geht hafte ich nicht.
Ausserdem solltet ihr die Finger von weiteren Funktionen im Webmin lassen, besonders Updates von Paketen, wenn ihr Plesk benutzt. Das gehts erfahrungsgemäß in die Hose, weil Plesk sein eigenes Süppchen kocht und sich da von Webmin nur in die Suppe spuchen lässen wenn es danach ungestraft seinen Dienst einstellen kann. Also Obacht. ;-)
Der Appetit kommt beim Essen.